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IBM Lotus

Lotus Developement Corporation wurde 1982 von den Partnern Mitch Kapor und Jonathan Sachs gegründet, die noch im selben Jahr das Lotus Executive Briefing System, eine Präsentations-Software für den Apple II auf den Markt brachten.

Der große Erfolg des Unternehmens kam bereits ein Jahr später mit der damals revolutionären Tabellenkalkulations-Software Lotus 1-2-3.

Ab 1984 investierte Lotus dann in die kurz zuvor von Ray Ozzie gegründete Firma Iris Associates, wodurch die Weiterentwicklung von Lotus Notes konsequent unterstützt und zusätzlich wichtige Erfahrungen im Bereich netzwerkbasierender Kommunikation gesammelt wurde.

Lotus Notes wurde 1989 offiziell als Produkt vorgestellt und Iris Associates schließlich 1994 von Lotus übernommen.

Das ursprünglich Lotus Notes genannte Produkt wurde auf Serverseite mit Version 4.5 in Lotus Domino umbenannt.

Das dokumentenorientierte Datenbank Management System mit enger E-Mail Anbindung und einer Plattform für die Entwicklung und Bereitstellung von Anwendungen wurde sehr schnell zum Markführer im Bereich Groupware.

Eine wesentliche Funktion von IBM Lotus Notes / Domino ist die Organisation und Verwaltung von gemeinsam verwendeten Dokumenten, die sowohl intern als auch extern durch asynchrone (Email) und synchrone (Instant Messaging & Conferencing) Kommunikation gestützt wird.

Sämtliche Planungs- und Organisationstätigkeiten ("Productivity Tools"), wie Terminverwaltung und Besprechungsplanung, können mit Lotus bewältigt werden.

Im Gegensatz zu anderen Datenbanksystemen können IBM Lotus Notes / Domino Datenbanken auch ohne Verbindung zum IBM Lotus Domino Server, nur mit dem IBM Lotus Notes Client, genutzt und bearbeitet werden. Sobald wieder eine Verbindung zwischen Client und Server besteht werden die Änderungen an den Daten je nach Konfiguration automatisch oder auch manuell abgeglichen.

Für die Arbeiten mit dem IBM Lotus Domino Server gibt es seit der Version 5.0 verschiedene Clients:

  • Lotus Notes – für den Anwender
  • Lotus Domino Designer – für den Anwendungsentwickler
  • Lotus Domino Administrator – für den Administrator

Merkmale  von Lotus Domino sind:

  • Replikation von Datenbanken zwischen Servern über verschiedenste Protokolle sowie Replikation von Datenbanken zwischen Client und Server. Dabei werden die verschiedenen Instanzen einer verteilten Datenbank automatisch abgeglichen.
  • Rapid Application Development & Deployment (RADD) mittels IBM Lotus Domino Designer: Durch den Einsatz von Viertgenerationssprachen (4GL) können Anwendungen mit geringem Aufwand entwickelt und gewartet werden, und mittels Replikation werden nicht nur Daten, sondern auch Gestaltungselemente (Masken, Ansichten, Agenten etc.) auf alle Server und Clients automatisch verteilt.
  • Volle Offline-Funktionalität: Eine Anwendung, die auf einem IBM Lotus Domino-Server betrieben wird, kann i. d. R. vollständig identisch auf einem Laptop benutzt werden, der offline betrieben wird, also nicht mit einem Server verbunden ist.
  • Dokumentorientiertes nicht-relationales DBMS mit enger Email-, Instant-Messaging- und Conferencing-Integration sowie integrierter Benutzerverwaltung und zahlreichen Services.